Aktuelles

Parkeingangstafel

Die Eigentümergemeinschaft hat auf ihrer Jahresversammlung einer neuen Parkeingangstafel zugestimmt. Klickt der Besucher den Code an, kann er noch mehr Informationen über den Park abrufen, als auf der Tafel möglich ist.
Der gesamte Park ist ein juristisches Kuriosum: er ist im Privatbesitz und doch öffentlich, fußläufig für die Bevölkerung Dresdens und seiner Besucher. Sie können sich erholen, Ihren Sporttreiben oder nur geniessen. Ihr täglicher Freizeitwert erfährt durch den Aufenthalt in unserem Park eine beglückende Erfüllung. Nach dem Besuch in der Bürgersprechstunde bei dem Oberbürgermeister der Stadt Dresden, sagte dieser:

 

“Ich habe große Hochachtung vor der altruistischen Leistung der Eigentümergemeinschaft den Dresdnern dieses Kleinod nicht vorzuenthalten sowie unter großem persönlichen Einsatz in gepflegtem Zustnd zu zeigen. Dafür gebührt Ihnen großer Dank – von mir persönlich auch im Namen der Dresdner Bürgerschaft und ihrer Gäste.”
Oberbürgermeister Dirk Hilbert
Jeder Besucher ist willkommen, der diese finanzielle und ideelle Anstrengung zu schätzen und sich verantwortungs – und liebevoll zu verhalten weiß.
Eine Spende von Ihnen würde uns in unserem Engagement als Eigentümer helfen und freuen. die Kontendaten finden Sie im Impressum.

 

Kleiner Diskurs in die Geschichte

Der Gartenbauingenieur Karl Scholz legte den Park von 1970 bis 1972 auf Initiative namhafter Dresdner Gartenexperten an. Die Anlage diente als Schau­ und Lehrgarten sowie als wissenschaftliche Sammlung von Rhododendren. 250 verschiedene Sorten und fast 100 Arten wuchsen zu dieser Zeit dort. Nach Eigentümerwechseln schien der Park zeitweise in Gefahr. Doch mittlerweile sind dessen Fortbestand und Pflege gesichert.

Es ist nicht viel, was die meisten Dresdner Bürger, Besucher des Rhododendrongartens über ihn wissen. Sie sind froh, dass er wieder in alter Schönheit hergestellt ist, sie nach dem Besuch der Kamelienblüte im Park Schloss Pillnitz zur Azaleen – und Rhododendronblüte im Park in Wachwitz pilgern können. Sie lieben diesen kleinen Park, er hat so etwas Privates, etwas, was man selbst im eigenen Garten erreichen könnte. So ist es ja auch. Die Eigentümergemeinschaft der Wohnungen “Wachwitzer Weinberg 1 bis­ 15” sind gleichzeitig die Eigentümer des Parks und des Forstes. Sie sind mit dem Kauf der Wohnungen die Verpflichtung eingegangen das gesamte Areal fußläufig für die Öffentlichkeit begehbar zu halten. Darüber hinaus wurde mit einem Landschaftsbaubetrieb ein Pflegevertrag der Anlagen und des Gartens abgeschlossen, der gemäß den Auflagen der Stadt, des Denkmalschutzes, der Umweltbehörde, des Naturschutzes ausgeführt wird. Die Familien geben je nach Notwendigkeit zwischen 18000 bis 25000 Euro im Jahr dafür aus, dass der öffentlich zugängige Park ein Kleinod bleibt.

Dieses „Kuriosum“ etwas Privates öffentlich zu machen, dafür kein Geld oder irgendeine Unterstützung zu bekommen, diese Verantwortung ist nur wenigen Menschen bekannt. Allein den verschiedenen Interessen der Ämter und der Parkbesucher gerecht zu werden, ist eine beachtliche Leistung. Der Naturschutz und die Umweltbehörde lässt nur ein zweimaliges Wiesen/Rasen Mähen zum Schutz der Insekten und Vögel zu. Der Besucher hätte aber gerne einen kurzen Rasen zu jeder Jahreszeit, zum Spielen, Picknicken, Verweilen. Das Gleiche der Denkmalschutz, denn für ihn ist das gesamte Areal, der Garten und die Bauten ein Denkmal. Um Allen gerecht zu werden, wurde ein Kompromiss gefunden: die Wiese/der Rasen bekommt rundherum am Rand einen ca 2 Meter breiten Schnitt zur Rhododendronblüten Zeit. In der Hoffnung, dass der Besucher seine Verantwortung erkennt und die Wiese schützt.

Sollten wir nicht nur Positives auf unserer Webseite darstellen? Nein, denn wir haben nichts zu vermarkten. Eine unerfreuliche Entwicklung hat seit einem Jahr stattgefunden.

Das Verhalten der Autofahrer und Parkbesucher hat sich zum Negativen gewandelt.

Für die Autofahrer ist es schwer zu respektieren, dass außer den Anwohnern und der Dienste, wie z.B. die Post, die Müllabfuhr, Taxis, sie keine Berechtigung haben diese Zufahrt zu benutzen. Denn sie beteiligen sich nicht an den Instandhaltungskosten, der Beleuchtung, dem Winterdienst der  Straße. Auch respektieren sie die Kennzeichnung der Spielstraße nicht. Diese bedeutet max 7 KmH und Parkverbot in der Spielstraße. Die Familien lassen zum Schutz ihrer Kinder Schwellen und Begrenzungssteine aufbringen. Den Besuchern mit ihren Vierbeinern ist es schwer verständlich zu machen, dass sie die Hinterlassenschaft ihres Tieres zu entfernen haben, für die, die picknicken die Getränke und Essenverpackungen wieder mit zu nehmen.

Die schönen, neuen Parkbänke werden abgeschraubt und mitgenommen, die Straßenlaternen zerschossen, die Geländer zerstört. Im Sommer, wenn das Gras auf der Wiese/ dem Rasen hoch steht, so wie im Winter wenn der Schnee liegt, wird mit Geländewagen deren Tauglichkeit auf der Fläche ausprobiert. Was ist nur mit den Menschen los?

Hier wird ein Angebot genutzt, das ein Geschenk ist und das ist begreiflicher Weise völlig unverständlich. Die Eigentümer sehen in der Erhaltung des Areals einen Generationenauftrag und würden sich freuen wenn dieses Engagement respektiert wird. Leider ist es bisher nicht gelungen, dass sich Rhododendron­ und Dresden­ Liebhaber zusammenfinden, um die Eigentümergemeinschaft bei der Pflege und dem Schutz der Dresdner Sehenswürdigkeit zu unterstützen. Neben der Kontrolle des Verhaltens der Mitbürger, die auch polizeilich unterstützt wird, gibt es Pflegearbeiten, wie z. B. das Ausbrechen der vertrockneten Blüten, die bei den vielen Sträuchern extrem aufwändig und nicht zu bezahlen sind. Das alles  in Angriff zu nehmen, ist etwas für die nächsten Jahre. 

Der Leser und Besucher erkennt was die Geschichte aus einem ehemals königlichen Park gemacht hat: ein Freizeitangebot für das jeder, der es nutzt Verantwortung tragen sollte. Im Moment sieht es so aus als sollte es nicht gelingen,  späteren Generationen dieses Gesamtareal aus Forst, Park und Bauten als Stätte der Ruhe, Erholung und Besinnung zu erhalten.

Wir wollen positiv bleiben: es lohnt sich, jede Anstrengung lohnt sich.